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7 überraschende Gründe für sozialen Stress

Jeder Mensch reagiert auf unterschiedliche Stressfaktoren. Je nach Empfindlichkeit und individuellen Schwachstellen. Aber es gibt verschiedene Stressfaktoren, die sehr viele Menschen beeinflussen.

Hier sind 7 überraschende soziale Stressfaktoren:

1. Ich fühle mich so allein…. – Soziale Isolation

Mangelnde soziale Unterstützung ist ein Stressfaktor, dem jeder ausgesetzt sein kann. Hier geht es nämlich nicht darum, wie viele Freunde oder Bekannte wir auf Facebook haben. Es geht darum, ob man sich isoliert fühlt.

Haben wir das Gefühl, dass niemand da ist, mit dem wir über unsere Probleme reden können, dann ist das ein Stressfaktor. Das Bedürfnis nach sozialen Beziehungen ist übrigens eines der drei psychologischen Grundbedürfnisse, die jeder Mensch hat. Studien haben herausgefunden, dass den ganzen Tag über mehr Kortisol in unserem Körper vorhanden ist, wenn wir uns isoliert fühlen.

Isoliert bedeutet nicht, dass man nur jeden zweiten Tag mit der besten Freundin oder dem besten Freund telefoniert. Es gibt auch keine bestimmte Anzahl an Sozialkontakten, die hier die ideale Lösung sind. Selbst Menschen die total beliebt wirken, können unter Isolation als Stressfaktor leiden. Und ein scheinbarer Einzelgänger empfindet dies nicht unbedingt als Stressfaktor.

Das Entscheidende ist hier, dass dieser Stressfaktor nur von Ihnen selbst bemerkt werden kann.
Können Sie über Ihre Schwierigkeiten und Probleme mit jemand reden?

Reaktionen auf den Stressfaktor soziale Isolation sind beispielsweise:

 

2. Ich habe Recht!! – Konflikt oder Streit

Streit ist ein Stressfaktor – sogar oft der Stressfaktor schlechthin! Egal, ob wir uns mit dem Partner, den Kindern, oder anderen Personen streiten, unser Stresslevel steigt. Wohnt man zusammen, ist ein Konflikt ein stärkerer Stressfaktor, als wenn man sich aus dem Weg gehen kann.

Auch wenn wir nicht direkt betroffen sind beeinflussen uns beispielsweise Probleme zwischen den Eltern oder  Kindern ebenfalls. Warum? Sind wir in der Rolle des „Angreifers“, so wollen wir etwas erreichen, was uns wichtig ist. Sind wir in der Rolle des „Verteidiger“, so fühlen wir uns angegriffen und versuchen uns selbst zu schützen. Es kann auch sein, dass bei einem Konflikt beide Beteiligten jeweils in beiden Rollen sind. Und auch wenn wir unbeteiligt sind, so nehmen wir die vorhandene Anspannung wahr oder vertreten innerlich oft eine Seite. Das ist genauso ein Stressfaktor für uns.

Streit und Konflikt ist ein Stressfaktor, weil das alte Muster „fliehen oder kämpfen“ ausgelöst wird. Um den Körper optimal darauf vorzubereiten, wird Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet – wir empfinden Stress. Und zwar so lange, bis der Konflikt wirklich geklärt ist.

Reaktionen auf den Stressfaktor Streit sind beispielsweise:

 

3. Ich bin immer gut gelaunt – die 🙂 -Maske

Wenn wir oft eine Maske aufhaben, um nicht zu zeigen, wie es uns wirklich geht, dann ist das ein enormer Stressfaktor! Ständig müssen wir aufpassen, dass es niemand bemerkt, wenn wir doch einmal andere Emotionen zeigen. Das ist natürlich etwas übertrieben, aber wenn wir tatsächlich unsere Emotionen soweit es geht kontrollieren und verbergen, ist das ein großer Stressfaktor und wir setzen uns damit selbst ganz schön unter Druck.

Und ganz ehrlich: niemand ist immer gut drauf und fröhlich. Jeder Mensch hat die andere Seite ebenfalls in sich! Wir wissen selbst am besten, wie es in uns aussieht. Wenn das auch ab und zu nach außen sichtbar wird, so werden wir nur menschlicher!

Reaktionen auf den Stressfaktor 🙂 -Maske sind beispielsweise:

4. Ich gebe immer 100% – Perfektionismus

Übertriebener Perfektionismus ist ebenfalls ein Stressfaktor, der häufig unterschätzt wird. Wer immer alles perfekt machen möchte, setzt sich selbst unter enormen Druck. Eine der Hauptherausforderungen hier ist dann das abendliche abschalten – denn Perfektionisten grübeln auch zu Hause oder im Urlaub oft noch über vergangene Entscheidungen oder kommende Termine nach. Und das ist ein riesiger Stressfaktor!

„Habe ich alles richtig gemacht?“ oder „Wie wird das wohl werden…“

In verschiedenen Studien heißt es sogar, dass 90% der Menschen Perfektionisten in mindestens einem Lebensbereich sind. Perfektionismus ist also ein Stressfaktor, von dem 9 von 10 Menschen betroffen sind, also fast jeder..

Fehlt Ihnen hier der 3 Punkt? Dann gehören Sie wohl auch dazu…

Reaktionen auf den Stressfaktor Perfektionismus sind beispielsweise:

  • Gereiztheit
  • Verspannungen
  • Schwierigkeiten abzuschalten

5. Ich schaff dass schon irgendwie… – Termindruck

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn – zumindest immer wieder. Termindruck kann ein großer Stressfaktor sein. Sowohl in unserem beruflichen, als auch in unserem privaten Alltag. Wir rennen von Meeting zu Meeting, und wissen, dass wir eigentlich gar nicht mehr pünktlich zum Abendessen mit der Freundin sein können…

Die innere Anspannung steigt, und damit mal wieder das Kortisol und das Adrenalin und schon haben wir unseren Stressfaktor Termindruck.

Reaktionen auf den Stressfaktor Termindruck sind beispielsweise:

  • Gereiztheit
  • Überforderung
  • Tollpatschigkeit

6. Ja, ja, ja – JA-Sagen

Und damit meine ich nichts, was mit Heiraten zu tun hat, auch wenn das durchaus ein Stressfaktor sein kann! 😉 Es gibt Menschen denen es unglaublich schwer fällt, zu etwas NEIN zu sagen. Dauerndes JA-Sagen ist ein großer Stressfaktor!

„Kannst du das bitte für mich schnell zur Post bringen?“ – „Ja, natürlich.“

„Kannst du mir bitte bei meinem Projekt helfen?“ – „Ja, klar.“

„Kommst du heute noch mit was trinken?“ – „Hmm ja okay.“

Geht es Ihnen auch manchmal so? Sie machen etwas, obwohl Sie es eigentlich gar nicht möchten? Ich meine hier nicht Dinge, die einfach gemacht werden müssen, wie etwa Essen, Schlafen und arbeiten. Natürlich ist es schön und gut, anderen zu helfen und sie zu unterstützen. So lange es nicht auf Ihre Kosten geht und für Sie zu einem Stressfaktor wird!

Wie geht es Ihnen mit diesem Thema?

Typische Reaktionen auf den Stressfaktor JA-Sagen sind beispielsweise:

  • Erschöpfung
  • Überfordert fühlen
  • Die Frage „Und wo bleibe ich?“

7. Ich schaff das alleine – Hilfe ablehnen

Die bekannte „Do-it-yourself“-Einstellung kann ein großer Stressfaktor sein. Inzwischen sind Gruppenarbeiten in der Arbeit ja wieder beliebter geworden und oft gibt es Teams für alles Mögliche. Was jedoch mindestens ebenso oft vorkommt, ist das Gefühl, niemanden um Hilfe fragen zu können oder zu dürfen. Und wenn, dann auch keine Hilfe annehmen zu können, denn das könnte ja als eigene Schwäche interpretiert werden.

Wenn wir (immer) versuchen, alles alleine zu machen, entgehen uns wichtige Inputs von anderen. Wir setzen uns oft mehr unter Druck, als wir müssten, Stress entsteht, und meistens dauert das Ganze dann auch noch länger.

Vielleicht sind Sie auch davon betroffen? Wie ist die Mentalität bei Ihnen – in der Arbeit oder zu Hause – zum Thema Hilfe annehmen? Können Sie vielleicht etwas ändern, um sich Aufgaben leichter zu machen?

Reaktionen auf den Stressfaktor Hilfe ablehnen sind beispielsweise:

Nehmen Sie diese 7 Punkte doch einmal kritisch unter die Lupe.

Welche dieser Stressfaktoren treffen denn bei Ihnen zu?

Welchen sozialen Stressfaktoren beeinflussen Sie selbst durch Ihr Verhalten?

Was können Sie tun, um diese Stressfaktoren zu vermeiden oder zu verringern?

Wer kann Sie dabei unterstützen, diese Stressfaktoren zu verringern?

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Hier bekommen Sie mehr Informationen dazu:

7 körperliche Ursachen für Stress die Sie kennen sollten

“7 häufige Gründe für mentalen Stress”

Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Ich hoffe, er bringt Sie bereits einen Schritt weiter in Richtung entspannten und ausgeglichenen Alltag.

Herzliche Grüße,

Ihre Rebekka Wapler