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Die gefährliche Grenze zwischen Stress und Burnout

Klar sind wir manchmal gestresst. Manche von uns mehr, andere weniger, aber immer wieder ist es einfach stressig. Das ist auch gar nicht weiter schlimm, so lange wir richtig damit umgehen und wieder Entspannen können. Doch was passiert, wenn uns alles zu viel wird? Und wo ist die Grenze zwischen Stress und Burnout?

Nicht jeder Stress führt zum Burnout, oft sind stressige Situationen – zumindest im Nachhinein – auch positive Herausforderungen, durch die wir uns weiter entwickeln können und unsere Stärken und Grenzen kennen lernen können. Problematisch wird es, wenn der Stress nicht mehr nachlässt. Wenn wir unter andauernder Anspannung, also chronischem Stress stehen, und keine Zeit und Kraft mehr haben, um uns zu erholen und zu entspannen. Dann wird der Stress negativ und führt oft unbemerkt und schleichend zum Burnout.

Ein Burnout ist weder eine Auszeichnung für besonders harte Arbeit, noch ein Stigmata des Versagens. Burnout ist schlicht und einfach eine drastische Warnung unseres Körpers, dass wir längere Zeit über unsere Grenzen gegangen sind und unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit aufs Spiel setzen. Wir haben uns zu viel zugemutet und vor lauter Engagement und Arbeit uns selbst vergessen. Burnout ist der Preis, den wir zahlen, wenn wir nicht auf uns aufpassen.

Der Übergang von Stress zum Burnout passiert oft unbemerkt: der viele Stress scheint machbar, irgendwie wird schon eine Lösung möglich sein, trotz Niederlagen ist die Kraft da um wieder aufzustehen und das nächste Problem zu lösen. Doch irgendwann sind die Ressourcen (emotional, körperlich und psychisch) aufgebraucht und es bleibt eine unglaubliche Leere. Ein Loch der Erschöpfung, das unbekannt und fremd ist, ist nun dort, wo bisher die Willenskraft und Energie war. Das nennt man dann Burnout…

Damit Ihnen das nicht passiert, lassen Sie uns die 7 Hauptanzeichen für Burnout genauer betrachten: (Die 7 Anzeichen für Stress finden Sie hier)

  1. Sehr starke Erschöpfung ist das Hauptmerkmal von Burnout. Das Aufstehen ist anstrengend. Allein der Gedanke an Arbeit ist mühsam. Jede Bewegung kostet Kraft und Energie.
  2. Ein hohes Arbeitspensum über längere Zeit führt dazu, dass wir uns selbst vernachlässigen. Schlafmangel, unausgewogene Ernährung, wenig bis kein Sport oder Stressausgleich führen Schritt für Schritt dazu, dass wir unsere Ressourcen erschöpfen und schließlich im Burnout landen.
  3. Emotional erschöpfende Arbeit zehrt aus und erschöpft die Ressourcen. Ein Mangel an Empathie und Freude ist die Folge, die sich zuerst vor allem im Privatleben zeigt und so oft einen Burnout ankündigt.
  4. Je größer die Erschöpfung, desto stärker wird der Zynismus. Alles erscheint sinnlos, Dinge, die bisher immer Freude gebracht haben werden bedeutungslos. Burnout nimmt uns die Kraft, diese zu genießen.
  5. Beim Burnout ist das überarbeitete und gestresste Gehirn in andauernder Alarmstimmung und nimmt positive Dinge im Alltag einfach nicht mehr wahr. Dazu fehlt schlicht und einfach die Energie. Doch ohne positive Gefühle leidet die Motivation und es fehlt uns die Kraft zum Weitermachen.
  6. Durch das Strapazieren unserer Ressourcen und die geringere Energie erscheinen Situationen Stück für Stück immer schlimmer oder sogar ausweglos. Deshalb ist Burnout oft mit Depression und Selbstmordgedanken verknüpft.
  7. Bekommen wir keine Unterstützung und Anerkennung für unsere Anstrengung, so entsteht schnell das Gefühl, ausgenutzt worden zu sein oder umsonst gearbeitet zu haben. Darauf folgt oft eine Abschottung und Gleichgültigkeit, die zu einem Rückzug aus den sozialen Beziehungen führt und so Burnout fördert.

Nicht jeder dieser Punkte muss erfüllt sein, bevor Sie handeln. Haben Sie das Gefühl, dass allein ein Punkt bei Ihnen zutreffen könnte, so sollten Sie unbedingt handeln! Denn nicht jeder Stress muss zum Burnout führen. Wichtig ist, dass Sie auf sich achten und regelmäßig für Entspannung und Erholung sorgen, damit es gar nicht soweit kommt. Denn am besten bekommen Sie Ihren Stress in den Griff, bevor er Sie im Griff hat und zum Burnout führt!

Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Ich hoffe, er bringt Sie bereits einen Schritt weiter in Richtung entspannten und ausgeglichenen Alltag.

Herzliche Grüße,

Ihre Rebekka Wapler