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Schnell anwendbares Stressmanagement im Alltag

„Ich habe auch Stress!“ Das bekam ich am Wochenende vom fünfjährigen Finn* zu hören. Mein erster Impuls war ein Lächeln, dass ich jedoch sofort beiseiteschob. Denn Stress hat inzwischen nicht nur uns Erwachsene oft fest im Griff. Doch wie kann ein gesundes Stressmanagement aussehen?

Lassen Sie mich jedoch erstmal zurück zu meiner Unterhaltung kommen: Was stresste den Kleinen so? Das wollte ich natürlich von ihm wissen. Sinngemäß bekam ich folgende Antwort: „So oft muss ich irgendwo hin, obwohl ich doch gerade was Anderes mache. Und immer schnell schnell. Und die Mama ist auch oft so gestresst.“ Unser Gespräch ging noch etwas weiter und es gab mir zu denken. Sind die Stressfaktoren für Kinder und Erwachsene im Prinzip nicht die gleichen?

  • Viele Termine erschweren den Stressabbau.
  • Oft stehen wir unter Zeitdruck oder sind spät dran.
  • Stress entsteht, wenn Menschen, die uns nahestehen gestresst sind.

Was können wir – altersunabhängig – für ein schnelles und gesundes Stressmanagement tun?

Stressmanagement 1: Lachen

Meine Lieblingsmethode zum Stressmanagement ist das Lachen. Wissenschaftlich gesehen ist es ein höchst interessanter Vorgang, der vor allem im sozialen Kontext häufig vorkommt. So ist es 30-mal wahrscheinlicher, dass wir lachen, wenn wir mit jemand anderem beisammen sind. Wir kommunizieren damit Zustimmung, Verständnis und auch Zuneigung. Dabei ist echtes Lachen deutlich ansteckender als absichtliches Lachen. Lachen verstärkt zudem die Bindung zur anderen Person, wobei absichtliches Lachen eher sozial ist und es uns erleichtert, auf eine Wellenlänge zu kommen. Warum hilft Lachen beim Stressmanagement? Wenn wir lachen werden unsere Emotionen reguliert, Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone wie Kortisol reduziert. Dazu reicht übrigens auch das absichtliche Lachen.

Stressmanagement 2: Zeitmanagement

Was noch beim Stressmanagement hilft, ist das Zeitmanagement. Oft können wir Stress abbauen, indem wir den Faktor Zeit beeinflussen. Das funktioniert auf 2 Arten. Erstens durch eine klare Zeitplanung mit kleinen Puffern zwischen den einzelnen Aufgaben, damit wir nicht in Zeitdruck kommen. Ein indirektes Stressmanagement also. Das beginnt schon in der Früh, beim rechtzeitigen Aufstehen und endet abends damit, dass wir für genügend Schlaf sorgen. Die andere Möglichkeit ist ein direktes Stressmanagement indem wir uns fragen, welche unserer Vorhaben und Aufgaben wir tatsächlich machen müssen, und welche wir eher seinlassen oder verschieben können.

Stressmanagement 3: Pausen

Eine effektive und leider oft unterschätze Art des Stressmanagements ist außerdem das bewusste Nutzen von kleinen Pausen. Kurz die Augen schließen, ein paar tiefe Atemzüge oder die Nutzung der Toilette in einem anderen Stockwerk um etwas Bewegung zu haben sind nur ein paar Möglichkeiten, wie wir uns wertvolle Augenblicke zum Auftanken schaffen können. Solche kurzen Augenblicke der Entspannung ermöglichen es uns, konzentrierter zu bleiben, weniger gestresst zu sein, und besser in unserer Kraft zu bleiben.

Auch gemeinsam mit dem kleinen Finn habe ich überlegt, wie er weniger Stress haben könnte. Da das Zeitmanagement als Stressmanagement nicht in seiner Hand liegt, habe ich ihm vom Lachen und dem bewussten Durchatmen erzählt. Ich bin immer noch fasziniert von der Ernsthaftigkeit und dem Bewusstsein des Kleinen, mit der er mir Zuhörte. Sein Fazit zum Stressmanagement? „Kitzelst du mich jetzt?“ Stressmanagement kann tatsächlich so einfach sein.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Stressmanagement und freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Ich hoffe, er bringt Sie bereits einen Schritt weiter in Richtung entspannten und ausgeglichenen Alltag.

Herzliche Grüße,

Ihre Rebekka Wapler

*Name geändert