fbpx

Der gemeine Zusammenhang von Schlaf und Stress

In angespannten Zeiten sehnen wir uns oft nach einer erholsamen Nacht mit langem, entspanntem Schlaf. Doch
je gestresster wir sind, desto schwerer fällt uns das Einschlafen und auch das Durchschlafen. Statt morgens
erholt aufzuwachen fühlen wir uns dann gerädert und starten angespannt in den neuen Tag. Doch das muss nicht
immer so sein!


Wenn wir viele Stressfaktoren um die Ohren haben und angespannt sind, dann reagiert unser Körper automatisch mit einem verstärkten Bedürfnis nach Entspannung und Schlaf. Doch oft können wir uns dieses Bedürfnis nicht sofort erfüllen oder überhören die Zeichen unseres Körpers. Schließlich wirkt die Tasse Kaffee schneller und ist oft machbarer, als etwa ein Mittagsschlaf. Den Preis dafür zahlen wir dann abends: wir sind erschöpft aber hellwach, das Einschlafen dauert gefühlt eine halbe Ewigkeit, in der Nacht wachen wir öfter auf und liegen teilweise “ewig” wach, und morgens fühlen wir uns dann erschöpfter als am Abend davor. Der neue Tag ist mühsam und stressig, und schnell rutschen wir so in einen Teufelskreis aus Stress, Erschöpfung und Schlafmangel.

Der Grund dafür sind unsere Hormone. Sind wir angespannt und gestresst so schüttet unser Körper Stresshormone aus, allem voran Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol. Statt auf Entspannung ist unser Köper dann auf Kampf und Flucht eingestellt. Eigentlich ganz logisch, dass wir mit so einer Hormonmischung nicht sofort einschlafen können. Es gilt also unserem Körper zu signalisieren, dass alles gut ist, und wir sicher und geborgen sind. Dadurch ändert sich die Zusammensetzung unserer Hormone und Schlaf und Erholung ist wieder möglich.

Es gibt verschiedenste Einflussfaktoren auf unsere Hormone, die sich in zwei Gruppen einteilen lassen: von Innen und von Außen.
Einflussfaktoren von Außen sind Dinge wie externer Stress, Aufputschmittel wie Kaffee oder Nikotin oder “Wachhalter” wie Handy und TV. Diese können wir großteils relativ leicht und bewusst reduzieren: weniger Kaffee, Ruhepausen tagsüber und keine Elektrogeräte etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafen gehen. Auf den Stress von außen haben wir erstmal keinen Einfluss, hier kommt es auf unsere Gedanken und Einstellungen und somit innere Einflussfaktoren an.

Diese inneren Einflussfaktoren sind tatsächlich vor allem unsere eigenen Gedanken. Nichts beeinflusst uns so sehr, wie unsere eigenen Gedanken! Wenn wir etwa mit dem Gedanken schlafen gehen “Ich kann bestimmt wieder ewig nicht einschlafen”, dann wird eben das auch mit großer Wahrscheinlichkeit passieren. Gelingt es uns die äußeren Einflussfaktoren, die uns am Schlafen hindern, zu reduzieren, und unsere inneren Einflussfaktoren bewusst förderlich für einen erholsamen Schlaf zu gestalten, so kommt die ersehnte Ruhepause wieder in greifbare Nähe.

Doch ganz ehrlich: während das Reduzieren von äußeren Einflussfaktoren wie Kaffee und Handy recht einfach ist, braucht es etwas Zeit, bis wir unsere Gedanken wirklich bewusst im Griff haben. Doch die Mühe lohnt sich, denn es ist einer der dauerhaftesten Weg zu mehr Gleichgewicht, Entspannung und
weniger Stress im Alltag.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Ich hoffe, er bringt Sie bereits einen Schritt weiter in Richtung entspannten und ausgeglichenen Alltag.

Herzliche Grüße,

Ihre Rebekka Wapler