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Stressdepression? Was ist das?

Immer wieder im Leben haben wir Phasen, wo es nicht rund läuft und wir niedergeschlagen sind. Das hat zum Glück noch nichts mit einer Depression zu tun, sondern ist völlig normal. Doch gerade in Zeiten, wo wir viel Stress haben, sollten wir besonders achtsam mit negativen Phasen umgehen. Denn eine Depression, die sich durch Dauerstress entwickelt gibt es tatsächlich: die sogenannte „Stressdepression“. Doch wo ist der Übergang vom Stress zur Depression?

Stress alleine führt noch nicht zu einer Depression, doch er kann die Entstehung einer Depression begünstigen. Durch anhaltenden Stress haben wir einen höheren Kortisol-Spiegel in unserem Blut. Dieser verringert positive Hormone wie Serotonin und Dopamin. Fehlen uns diese positiven Hormone, so sind wir schneller gereizt und öfter schlecht gelaunt, was die Entstehung einer Depression begünstigt.

Verantwortlich für das Entstehen einer Stressdepression sind vor allem die indirekten Folgen von Stress:

  • Wir achten weniger auf unsere Gesundheit. Solange es uns gut geht und wir ausreichend Zeit haben, machen wir regelmäßig Dinge, die uns Freude und Entspannung bringen. Doch wenn die Zeit knapp ist und wir gestresst sind, sind eben diese schönen Dinge oft das erste, was aus unserem Tagesablauf gestrichen wird – keine Zeit! Wir bringen uns dadurch um einen wichtigen Ausgleich, was wiederum auf Kosten unserer guten Laune und unserer Gesundheit geht.
  • Stress und schlechte Laune fördern Stress. Wir nehmen vermehrt negative Dinge wahr und verhalten uns dementsprechend.Wenn wir auf Grund von all dem Stress dann beispielsweise ungeduldig und unfreundlich zu Kollegen sind, müssen wir diese Konflikte zusätzlich zu dem vorhandenen Stress aus der Welt schaffen.

  • Wenn wir gestresst und irritiert sind, so leiden auch unsere Beziehungen darunter. Das führt zu noch mehr Stress und schlechter Stimmung.
    Stress und schlechte Laune führen oft dazu, dass wichtige Routinen wie Schlafen und Essen zu geregelten Zeiten vernachlässigt werden. Fehlt uns diese Routine, so beeinflusst das allerdings wiederum unsere Stimmung negativ und führt zu Schlafschwierigkeiten.
  • Wenn wir zu Hilfsmitteln greifen, um mit dem Stress umgehen zu können, entsteht schnell ein gefährlicher Kreislauf. Ein Feierabendbier ab und zu mag entspannend wirken, doch sobald beispielsweise der Alkoholkonsum regelmäßig und viel wird, hat er zahlreiche negative Folgen wie etwa schlechte Laune und Beziehungsprobleme. Diese führen dann wiederum zu noch mehr Stress.

Anhaltender Stress erschöpft also unsere Ressourcen und begünstigt dadurch das Entstehen von Depression oder auch Burnout. Während bei Burnout vor allem Umweltbedingungen im Vordergrund stehen, kann die Diagnose Depression unabhängig von äußeren Faktoren erfolgen.

Was aber grenzt eine Depression von Stress und Burnout ab?

Eine Depression besteht – in der Regel aus 2-3 Kernsymptomen, die von 1 oder mehreren Nebensymptomen begleitet werden.

Die 3 Kernsymptome einer Depression sind:

  • Antriebslosigkeit: dauerhafte Erschöpfung, Müdigkeit und Kraftlosigkeit führen dazu, dass bereits das Aufstehen in Früh mühsam ist. Für Aktivitäten, die nicht unbedingt gemacht werden müssen, fehlt die Energie.
  • Verlust von Freude: Interesse und Freude kann für nichts mehr aufgebracht werden, selbst wenn es früher die Lieblingsbeschäftigung war. Der Kontakt zu anderen Menschen wird vernachlässigt.
  • Niedergeschlagenheit: düstere, gedrückte Stimmung herrscht vor und lässt sich nicht aufhellen. Ein Gefühl von Leere oder Traurigkeit dominiert.

Dazu kommen bei einer Depression noch ein oder mehrere Zusatzsymptome:

Eine Unterscheidung ist also oft nicht so einfach, da sich die Symptome von Stress und Depression überschneiden können. Halten die negativen Verstimmungen und Symptome länger als etwa zwei Wochen an, so sollte auf jeden Fall eine Abklärung beim Arzt erfolgen.

Sehr wichtig bei dem Thema Stressdepression ist also: Damit es erst gar nicht zu einer stressbedingten Depression kommen kann, sollten wir vernünftig mit unserem Stress umgehen und auf eine gesunde Stressbewältigung achten! So können wir das Risiko einer Depression gering halten und das Beste aus der stressigen Situation machen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Ich hoffe, er bringt Sie bereits einen Schritt weiter in Richtung entspannten und ausgeglichenen Alltag.

Herzliche Grüße,

Ihre Rebekka Wapler